Jeder Hausbesitzer stößt irgendwann auf das Thema “Terrasse”, wobei das Anliegen hier von Sanierung bis zu einem Neubauprojekt reichen kann. Jährlich geben die Deutschen mehrere Millionen Euro für beispielsweise Holzterrassen aus. Gerade die Entscheidung des Bodenbelags ist von besonderer Bedeutung, denn der Geschmack kann hier weit auseinander gehen. Dielen, Fliesen, Holzbelag und vieles Mehr stehen zur Auswahl für die eigene Terrasse. In den letzten Jahren vertrauten immer mehr Hausbesitzer vor allem einem Material: der Thermoesche. Die Verwendung von heimischen Hölzern macht allgemein das Thermo-Holz zur ökologischen Variante der tropischen Harthölzer. Bevorzugt nutzt man hierfür Kiefer oder Esche. Die Materialien erhalten durch ein Verfahren, bei welchem sie großer Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt werden, veränderte Zellstrukturen. Somit wird die Wasseraufnahmefähigkeit der Hölzer stark reduziert. Eine solche Behandlung erklärt die Resistenz gegenüber holzschädigenden Insekten und Pilzen. Durch die reduzierte Flüssigkeitsaufnahme kennt der Thermoeschen-Besitzer Begleiterscheinungen, wie Quellen, Schüsseln, Reißen und Schwinden, in den meisten Fällen nicht. Gleichzeitig verleiht die Thermobehandlung dem Material eine Dauerhaftigkeit, wie sie sonst nur Tropenhölzer aufweisen. Als Kunde kann man demnach von einer langen Lebensdauer und ansprechender Optik der Thermoesche ausgehen. Unbeachtet blieb jedoch eine ebenso wichtige Eigenschaft von Holz, nämlich die mechanische Belastbarkeit.

Thermoesche

Fußbodendielen

Hitzebehandlung lässt mechanische Belastbarkeit sinken

Es gibt unterschiedliche Verarbeitungsverfahren, doch durchschnittlich beläuft sich die Erhitzung des Holzes auf 170-250 Grad. Das Material durchläuft fünf Phasen, bis es fertiges Thermo-Holz genannt werden darf. Die extreme Hitze verändert die Zellwände der Holzzellen, was dem Holzbelag seine Abwehrfähigkeit gegen einen Insekten- oder Pilzbefall verschafft. Allerdings sinkt zeitgleich auch die mechanische Belastbarkeit des heimischen Holzes, weshalb die daraus produzierten Terrassendielen oftmals spröde werden. Auch die Festigkeit leidet unter dem Hitzeverfahren und lässt vermehrt Risse und Brüche zu. Jetzt stellt sich die Frage, ob Thermoholz überhaupt für mechanisch stark belastete Flächen am oder im Haus geeignet ist. In Terrassenbereichen sollte die Verwendung von erwähntem Holz eventuell überdacht werden, da negative Auffälligkeiten festgestellt wurden. Außenfassaden müssen keiner hohen Belastbarkeit standhalten und bringen daher grundsätzlich mehr Eigenschaften für den Einsatz von Thermo-Esche mit. Letztendlich bleibt die Wahl dem Hausbesitzer überlassen, welcher die Vor- und Nachteile eines jeden Bodenbelags vergleichen und zusätzlich auf Erfahrungsberichte zurückgreifen kann. Nicht in jedem Fall lassen sich die Vorzüge von Holzdielen auch in der Praxis gut umsetzen, was zumeist an der Verlegung und dem Bau selbst liegt. Wenn das Produkt nicht wie vorgesehen verarbeitet wird, können ernste Schäden schon nach kurzer Zeit auftreten.

Welche hölzerne Alternative bietet sich für den Terrassenbau an?

Bleibt das Interesse an Holzbelägen dennoch bestehen, kann man auf die ebenso heimische Douglasie ausweichen. Das Naturmaterial ist deutlich härter, wenn der verarbeitete Baum um die 80-120 Jahre alt werden konnte. Douglasienstämme sind natürlicherweise gegenüber Insekten und Pilzen resistent und beanspruchen somit keine Thermobehandlung. Das bedeutet eine automatische Ausschließung der damit einhergehenden Nachteile einer solchen Methode. Außergewöhnlich scheint der Umgang der Douglasie mit wechselhaften Wetterbedingungen, vor allem nass-feucht-trocken sind keine Schwierigkeit für das Holz. Abschließend überzeugt der beständige Baum vor allem durch seine resultierende Langlebigkeit, was der Verwendung als Terrassenbelag im Außenbereich entspricht. Das gute Preis-Leistungsverhältnis bekräftigt die Entscheidung des Hausbesitzers zusätzlich.